
Im Verlauf der zurückliegenden Woche kam es an den Aktienmärkten zu Gewinnmitnahmen. Hiervon waren insbesondere europäische Titel betroffen – der Euro Stoxx 50 beispielsweise verlor gut drei Prozent, womit die Performance des laufenden Jahres auf nunmehr 9,5 Prozent zusammenschmolz.
Eine Reihe von schlechten Konjunkturnachrichten sorgte für verhaltene Stimmung unter den Anlegern. Insbesondere der Einkaufsmanagerindex für Euroland überraschte negativ. Ebenso enttäuscht reagierten die Investoren auch auf den Einkaufsmanagerindex der HSBC für China, der den fünften Monat in Folge eine Verlangsamung des Wachstums der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt anzeigte. Mit Blick auf die Entwicklung einzelner Stoxx-Branchen fällt die Outperformance des Telekommunikationssektors auf. Während der Subindex 2,2 Prozent hinzugewinnen konnte, legte die Aktie der Telecom Italia in der Spitze rund 3,5 Prozent zu. Hingegen verloren zyklische Werte überdurchschnittlich – allen voran Grundstoffe (minus 6,1 Prozent) und Automobile (minus 4,7 Prozent).
An der Wall Street tendierten die Märkte leicht schwächer. Zu den Zugpferden im S&P 100 zählten Amazon.com (plus 5,3 Prozent) und Google (plus 3,3 Prozent). Die Apple-Aktie überwand kurzzeitig die 600-Dollar-Marke – eine Reaktion der Anleger auf die Ankündigung des Konzerns, künftig Dividende ausschütten zu wollen sowie die Aussicht auf ein Aktienrückkaufprogramm.
Japanische Werte mussten im Wochenverlauf leichte Verluste hinnehmen, wobei der wieder erstarkte Yen eine Rolle spielte. So standen dann auch vor allem Papiere exportorientierter Unternehmen besonders unter Druck.
Helmut Terhörst ist Direktor der Bereiche „Vermögensmanagement“ und „Kommunen & Institutionen“ der Sparkasse Westmünsterland. Er ist Fachmann in Fragen der Vermögensanlage – von der Finanzplanung, dem Anlagemanagement in Wertpapieren und in- und ausländischen Beteiligungsmodellen bis hin zu steueroptimierten Anlagen und Generationenmanagement im Private Banking.
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