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Münsterland: Unternehmen sind weiterhin gut aufgestellt

Münsterland – Die Unternehmen im Münsterland sind nach wie vor gut aufgestellt und zeigen sich weiterhin unbeeindruckt von möglichen Konjunkturrisiken. Das hat sowohl die aktuelle Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen als auch das „Konjunkturbarometer“ der Sparkasse Westmünsterland aus Dülmen ergeben.

Laut IHK ist das Wirtschaftsklima in der Region weitgehend stabil geblieben: „Die Stimmung unter den Unternehmen ist insgesamt gut, sie bleiben vorerst zuversichtlich“, fasst IHK-Hauptgeschäftsführer Karl-Friedrich Schulte-Uebbing die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage zusammen. „Wir erwarten für die nächsten Monate keinen tiefgreifenden Umschwung, sondern allenfalls eine leichte Abschwächung“, so Schulte-Uebbing.

Fast jedes zweite Unternehmen beurteilt der Umfrage zufolge die aktuelle Geschäftslage als „gut“ (45 Prozent). Dieser Anteil ist seit einem Jahr nahezu unverändert und so hoch wie vor der Finanzkrise vor viereinhalb Jahren. Knapp sechs Prozent bezeichnen die momentane Lage als schlecht, für 50 Prozent ist sie befriedigend. Für die Zukunft rechnen zwei von drei Unternehmen in den nächsten Monaten mit gleichbleibenden Geschäften (69 Prozent). Jeder fünfte Betrieb erwartet eine Verschlechterung, jeder achte Betrieb eine anziehende Konjunktur.

Der IHK-Konjunkturklimaindikator, der in einem Wert die Lageeinschätzung und die Zukunftserwartungen der Unternehmen ausdrückt, stützt die Ergebnisse: Gegenüber der Umfrage vom Spätsommer 2011, als er bei 115,8 Punkten lag, sinkt er nur wenig auf jetzt 113,7 Punkte und bleibt über dem langfristigen Mittelwert. Dabei ist der Rückgang im Münsterland etwas größer als in der Emscher-Lippe-Region.

„Die ganz überwiegend mittelständischen Unternehmen sehen sich gut aufgestellt, wenn es um die Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen geht“, stellt Schulte-Uebbing fest und spricht von einer „mittelständischen Wirtschaft in robuster Verfassung“. Gleichwohl sei den Unternehmen klar, dass ihrer „selbstbewussten Grundhaltung der Boden entzogen würde, sollte die Schuldenkrise nochmals eskalieren“.

Konjunkturrisiko: nachlassende Inlandsfrage sowie steigende Energie- und Rohstoffpreise

Denn trotz aller Zuversicht haben die Unternehmen die Konjunkturrisiken genau im Blick. Mögliche Belastungen sehen sie vor allem in einer nachlassenden Inlandsnachfrage und steigenden Energie- und Rohstoffstoffpreisen. Für rund die Hälfte der Unternehmen sind dies aktuell die größten Konjunkturrisiken. Auffällig ist für Schulte-Uebbing aber, dass die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen gegenüber der Umfrage von vor einem Jahr um 14 Prozentpunkte zugelegt haben und jetzt als drittgrößtes Gefahrenpotenzial eingeschätzt werden: „Darin äußert sich die große Sorge der nord-westfälischen Unternehmen, dass insbesondere die Euro-Schuldenkrise nicht entschärft werden kann und sich zu einer massiven Bedrohung der Konjunktur auswächst.“

Kräftig gesunken sind angesichts der Schulden vieler europäischer Staaten auch die Erwartungen an das Exportgeschäft. Der Anteil der Unternehmen, die höhere Auslandsumsätze erwarten, ist gegenüber der letzten Umfrage nochmals um vier Punkte auf 16 Prozent zurückgegangen. „Vor einem Jahr waren es noch knapp 40 Prozent“, erinnert Schulte-Uebbing. Dagegen befürchtet heute fast jedes fünfte Unternehmen einen Rückgang, sodass insgesamt der Saldo der Positiv-/ Negativ-Antworten erstmals seit 2008 wieder leicht negativ geworden ist. 26 Prozent der Betriebe sehen in der schwächeren Auslandsnachfrage ein konjunkturelles Risiko, in der Industrie sind es sogar 43 Prozent.

Ein differenziertes Bild zeigt auch die Investitionsneigung in der nord-westfälischen Wirtschaft. Auf der einen Seite ist der Anteil der Unternehmen, die mehr für Maschinen und Anlagen ausgeben wollen, um drei Punkte auf 26 Prozent gestiegen. Auf der anderen Seite hat allerdings auch der Anteil derjenigen Firmen von 16 auf jetzt 22 Prozent zugelegt, die bei Investitionen kürzer treten wollen. Insgesamt ist der Antwortsaldo weiterhin positiv und nur leicht von sieben auf vier Punkte zurückgegangen. „Alles in allem bleibt die Investitionsneigung damit intakt“, ist sich der IHK-Hauptgeschäftsführer sicher.

Beschäftigungsaufbau geht weiter

Das gilt auch für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe, die nur ganz leicht gesunken ist. Weiterhin planen deutlich mehr Betriebe Einstellungen als Entlassungen (19 gegenüber 12 Prozent). Über zwei Drittel planen mit einem gleichbleibenden Personalstand. „Der Beschäftigungsaufbau wird auch in 2012 weitergehen, wenngleich mit nachlassender Dynamik“, so Schulte-Uebbing. Ausschlaggebend hierfür sind die nach IHK-Einschätzung nach wie vor hohe Auslastung der Produktionskapazitäten und „vermutlich auch die Sorge, bei dem bevorstehenden demografischen Wandel der nächsten Jahre zu kurz kommen zu können“. Überdurchschnittliche Beschäftigungszuwächse planen zum Beispiel der Maschinenbau und die unternehmensbezogenen Dienstleister. Aber auch von den Handelsbetrieben will sich ein Viertel personell verstärken.

Sparkassen-Konjunkturbarometer: 98 Prozent beurteilen die Situation mit „gut“ oder „befriedigend

Auch die Sparkasse Westmünsterland ist nach ihrer Auswertung zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen. „Die westmünsterländischen Unternehmen sind nach wie vor in guter Verfassung und rechnen mit einem weiterhin freundlichen, gleichwohl weniger dynamischen Wirtschaftsklima. Sie sind derzeit gut ausgelastet“, erläutert Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Heinrich-Georg Krumme das aktuelle „Konjunkturbarometer Westmünsterland“. Dieses gab um gut vier auf 113,8 Punkte leicht nach.

Die 115 befragten Unternehmen zeigten sich bei der Beurteilung ihrer Lage wenig beeindruckt von Staatsschuldenkrise und Abkühlung der Weltwirtschaft. 98 Prozent beurteilten ihre aktuelle geschäftliche Situation mit „gut“ oder „befriedigend“.

Die Perspektiven für die nächsten Monate hingegen sind verhaltener: Gut neun Prozent erwarten eine bessere, circa zwei Drittel eine gleich bleibende Entwicklung – demnach wird sich die Konjunktur im Seitwärtsgang bewegen. Der Anteil der negativen Stimmen hat sich seit dem Spätsommer von 19 auf 22 Prozent vergrößert. Die größten Risiken sieht nach wie vor mehr als die Hälfte der Unternehmen in der Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise sowie der Inlandsnachfrage – ähnlich wie bei der IHK-Konjunkurumfrage.

Auslandsgeschäft nimmt ab

Nach Angaben der Sparkasse Westmünsterland wird das Auslandsgeschäft voraussichtlich im weiteren Jahresverlauf an Kraft verlieren. „Gründe sind die sich abkühlende Weltwirtschaft und die Tatsache, dass sich viele der Abnehmerländer für westmünsterländische Produkte und Dienstleistungen in einer Phase der Haushaltskonsolidierung befinden“, erklärt Krumme.

Das Investitionsklima dürfte laut Sparkasse intakt bleiben: Bei 52 Prozent der Unternehmen bleiben die Investitionen gleich, bei 22 Prozent steigen sie. Gleichwohl sie eine Abschwächung erkennbar, da ein Viertel geringere Investitionen plant.

Der Ausblick für den Arbeitsmarkt im Westmünsterland bleibt weiterhin positiv. Drei Viertel wollen die Beschäftigtenzahlen auf dem jetzigen Niveau halten. Jedes achte Unternehmen will den Personalstand aufstocken, nur jedes zehnte reduzieren, so das Ergebnis der Umfrage.

Mittwoch, 8. Februar 2012
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