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IHK kritistiert EU-Änderung von „Made in Germany“

Münsterland – Viele Produkte, die im Münsterland hergestellt werden, dürfen womöglich schon ab 2013 nicht mehr mit dem Hinweis „Made in Germany“ vermarktet und verkauft werden. Grund ist eine derzeit von der EU-Kommission geplante Änderung des Ursprungsrechts. Darauf weißt jetzt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen in Münster hin, die auf diese Änderung mit Unverständnis reagiert.

Professor Dr. Bodo Risch, Außenhandelsexperte und stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer, blickt skeptisch auf den Plan der EU, das Ursprungsrecht für Produkte aus Deutschland zu ändern.
Foto: IHK Nord Westfalen

„Das Siegel ‚Made in Germany’ trägt stark zum deutschen Exporterfolg bei, von dem ganz Europa profitiert“, betont der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer, Professor Dr. Bodo Risch. Der Außenhandelsexperte befürchtet mehr Bürokratie, höhere Kosten und Wettbewerbsnachteile für deutsche Unternehmen durch die neue Regelung.

Bisher ergibt sich der Ursprung einer Ware daraus, wo das Produkt zuletzt im Wesentlichen be- und verarbeitet wurde. Das entsprechende deutsche Zertifikat erhalten Unternehmen von der IHK. In Münster werden jährlich mehr als 40.000 solcher Dokumente ausgestellt. „Das ist heute eingeübte Standardroutine, weltweit akzeptiert und funktioniert mit geringem bürokratischen Aufwand“, erläutert Risch.

Nach den Plänen der EU soll der deutsche Ursprung einer Ware und damit auch in vielen Fällen das „Made in …“-Siegel nur noch Anwendung finden, wenn mindestens 55 Prozent des Wertes im Inland entstehen. Die Kosten für Zulieferungen aus anderen Staaten dürfen laut IHK demnach nicht 45 Prozent übersteigen. „Hinzu kommt, dass durch den Bearbeitungsprozess häufig noch eine Änderung der Zollposition erreicht werden muss, also im Prinzip ein ganz neues Produkt entstehen soll“, erläutert Risch. Problematisch wird das nach IHK-Einschätzung bei Erzeugnissen, die kostspielige Import-Rohstoffe beinhalten. Schwierigkeiten könnte es auch geben, wenn elektronische Bauteile beispielsweise aus Fernost einen großen Anteil am Wert des Endprodukts ausmachen.

Werde die neue EU-Verordnung in Brüssel verabschiedet, dann komme unabhängig davon auf alle Exportfirmen ein großer Mehraufwand zu, prognostiziert Risch: „Sämtliche Angaben zu Zulieferungen und Bauteilen müssten dokumentiert werden – das reicht vom Einkauf über den Warenwert bis hin zu kleinen Fertigungsschritten.“

Von der Regelung könnten bis zu 4.000 exportierende Betriebe im Münsterland und der Emscher-Lippe-Region betroffen sein. Diese Unternehmen erzielten im Schnitt knapp 40 Prozent ihrer Umsätze im Ausland. Jeder vierte Arbeitsplatz in Nord-Westfalen ist nach IHK-Berechnungen vom Export direkt oder indirekt abhängig.

Donnerstag, 5. Januar 2012
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