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EGW stellt auf Eigenstromversorgung um

Gescher – Mit einem kleinen Schlag auf den „Buzzer“ am Schaltschrank hat Dr. Kai Zwicker, Landrat des Kreises Borken, die Eigenstromversorgung der Entsorgungs-Gesellschaft Westmünsterland (EGW) offiziell gestartet. Von nun an will sich das Unternehmen über den in eigenen Energieanlagen erzeugten Strom überwiegend selbst versorgen.

Holger Gießing (Betriebselektriker EGW), Wilhelm Bergmann (Geschäftsführer Tigev Ingenieurgesellschaft), Dr. Martin Idelmann (Technischer Leiter EGW) und Landrat Dr. Kai Zwicker
Foto: Wittenberg

„Das ist ein großer Schritt in der Unternehmensgeschichte, aber auch für das Klimaschutzziel des Kreises. Denn ein wesentlicher Baustein ist in diesem Kontext die nachhaltige, energieeffiziente Abfallbehandlung und die Nutzung regenerativer Energien“, betonte Zwicker, der Aufsichtsratsvorsitzender bei der EGW ist. Schon jetzt beträgt der Anteil der regenerativen Energie am Gesamtverbrauch im Kreis Borken rund 40 Prozent – das ist nach Angaben des Landrats im Münsterland und NRW-weit der Spitzenwert. Mit dem Betrieb von zwei Windkrafträdern, einer insgesamt 17.000 Quadratmeter großen Photovoltaikanlage und einer Vergärungsanlage, in der aus Reststoffen Biogas gewonnen und im Blockheizkraftwerk anschließend in Strom umgewandelt wird, trage das Abfallentsorgungsunternehmen dazu bei. Den so gewonnenen Strom will die EGW jetzt ausschließlich für den Eigenbedarf verwenden.

Diesen Schritt hat das kreiseigene Unternehmen in den vergangenen Jahren sukzessive vorbereitet und immer wieder in eigene Anlagen zur Stromerzeugung investiert. Den produzierten Strom „entsorgte“ das Unternehmen bisher über eine Überlandtrasse in das öffentliche Netz. Den Strom für den Eigenbedarf bezog es aus dem Umspannwerk in Gescher. „Wir haben bisher also für unsere Stromversorgung bezahlt und gleichzeitig für die Entsorgung von unserem selbst produzierten Strom eine Einspeisevergütung bekommen“, erläuterte Dr. Martin Idelmann, technischer Leiter bei der EGW. Aufgrund der steigenden Preise und Abgaben für Energie habe sich das aber auf Dauer nicht mehr gerechnet. „Außerdem wollten wir unabhängig von externen Stromlieferungen sein. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, in die Eigenstromproduktion einzusteigen“, begründete er.

Insgesamt 500.000 Euro hat der Abfallentsorgungsbetrieb in die Umstellung auf die Eigenstromversorgung investiert. Dafür wurde unter anderem eine eigene Umspannstation installiert.

Die EGW-Anlagen können insgesamt 8,5 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr produzieren. Davon benötigt das Unternehmen 5,5 Millionen Kilowattstunden für den Eigenbedarf, der Rest wird weiterhin ins öffentliche Netz eingespeist. „Da aber nicht rund um die Uhr die Sonne scheint oder der Wind weht und die Anlagen dementsprechend nicht durchgängig die volle Leistung bringen können, müssen wir bei Bedarf Strom zukaufen, um unseren Betrieb zu versorgen. Das sind rund zwei Millionen Kilowattstunden jährlich“, räumte Idelmann ein.

Daher bleibt das Unternehmen nach wie vor an das Stromnetz der RWE angebunden. „Das garantiert uns übrigens auch, dass wir bei einem Ausfall unserer regenerativen Anlagen weiterhin mit Strom versorgt werden“, erläuterte Idelmann und er ergänzte: „Den eine Störung kann bei einem Windrad oder in einer Vergärungsanlage immer mal vorkommen. Bis die Anlage wieder vollständig in Betrieb ist, können mitunter zwei bis drei Stunden vergehen. Solange können wir als Unternehmen natürlich nicht auf Strom verzichten. Das alte Netz dient uns dann als Reserve für Notfälle.“

Die EGW will so insgesamt 25 Prozent der Energiekosten jährlich einsparen. „Auch wenn sich die Einnahmen aus der bisherigen EEG-Einspeisung verringern, da wir den Strom selbst nutzen, rechnen wir mit einem deutlichen wirtschaftlichen Vorteil. Die Kosten für den eingekauften Strom werden wir pro Jahr um 150.000 bis 200.000 Euro reduzieren“, erläuterte Idelmann. In drei Jahren soll sich die Investition amortisiert haben.

Von Anja Wittenberg Donnerstag, 9. August 2012
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