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„Stimmung der Wirtschaft so gut wie noch nie“

Rheine – „Einzig und allein mit der Vergabe von Krediten kann keine Bank eine Eigenkapitalrendite von 25 Prozent erzielen. Was Josef Ackermann der Deutschen Bank als Renditeziel vorgibt, ist nur durch außerbilanzielle Investmentgeschäfte möglich.“ Auf der Jahrespressekonferenz der Volksbanken im Kreis Steinfurt distanzierte sich der Pressesprecher der Genossenschaftsbanken, Gerhard Baumann, klar von Deutschlands größtem Finanzinstitut.

Gerhard Baumann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Nordmünsterland eG und Pressesprecher der sieben Volksbanken im Kreis Steinfurt, hat die Geschäftszahlen 2010 der Genossenschaftsbanken präsentiert.
Foto: Menge

„Bei uns steht nicht die Gewinnmaximierung an erster Stelle, sondern die Förderung unserer Kunden“, betonte Baumann mit Blick auf die Frankfurter Großbank. Dass der markanteste Unterschied zwischen den beiden Finanzhäusern die strategische Ausrichtung sei, belegte Baumann anhand der Geschäftszahlen des Jahres 2010.

„Wir haben im vergangenen Jahr über 400 Millionen Euro Neukredite an Unternehmen vergeben. Das ist soviel wie nie zuvor. Damit ist der gesamte Kreditbestand unserer Bank um 7,7 Prozent auf jetzt 2,3 Milliarden Euro gestiegen. Diese Zahlen beweisen: Bei den Volksbanken gibt es keine Kreditklemme“, erklärte Baumann. Der Bankier beschrieb auch die Gründe für die gestiegene Kreditvergabe: „Die Firmen haben das Geld vorallem in alternative Energien gesteckt und haben Investitionen in ihr Anlagevermögen nachgeholt, die während der Krise warten mussten.“

Dass die Wirtschaft im Kreis sich erholt hat, belegt nach Baumanns Ansicht auch die stagnierende Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Kreis. 2009 haben 200 Betriebe Insolvenz angemeldet, 2010 mussten 201 Unternehmen diesen Schritt gehen.

Dennoch, trotz erholter Konjunktur sieht der Bankensprecher die Wirtschaft weiterhin gefährdet. „Die Finanzmarktkrise ist 2008 zur Wirtschaftskrise geworden und jetzt ist sie zur Eurokrise geworden. Der Euro wird zwar nicht stürzen, dennoch sehen wir Gefahren für Banken, die bestimmte Staatsanleihen halten.“ Damit spielt Baumann insbesondere auf griechische, portugiesische oder irländische Papiere an, die zwar hoch verzinst sind, aber deutlich riskanter sind. Doch während zahlreiche Banken und Anleger das Risiko mit Blick auf die höheren Rendite eingingen, haben die Volksbank-Kunden 2010 ihr Geld konservativ angelegt. „Unsere Kunden wollen Sicherheit. Deshalb haben sie vor allem in Gold, Bausparverträge und festverzinsliche Papiere investiert. Zudem gibt es das erste Mal seit Jahren einen signifikanten Anstieg unserer Kundeneinlagen. Die Einlagen wuchsen nämlich um 108 Millionen auf circa 2,35 Milliarden Euro an.“

Der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Tecklenburger Land eG, Franz-Josef Konermann, hat ein positives Fazit zur Unternehmensbefragung 2010 gezogen.
Foto: Menge

Die erhöhten Einlagen und die erweiterte Kreditvergabe sind zwei Gründe, warum die Volksbanken ihre Bilanzsumme steigern konnten. So schlossen die Steinfurter Genossenschaftsbanken das Jahr 2010 mit einer Bilanzsumme von 3,36 Milliarden Euro ab, im Vorjahr lag die Summe noch bei 3,24 Milliarden Euro. Den Gewinn der Banken konnte Baumann auf der Jahrespressekonferenz nicht präsentieren, da die Überschussrechnungen der Banken noch nicht komplett waren. Dennoch hat Baumann ein paar weitere „harte Zahlen“ des Geschäftsjahres bekanntgeben. „Wir müssen wahrscheinlich sieben Millionen Euro Steuern zahlen. Davon sind 3,3 Millionen Gewerbesteuer. Daneben werden wir, nach Zustimmung der Vertreterversammlung, voraussichtlich 2,6 Millionen Euro Dividende an unsere circa 97.000 Mitglieder ausschütten.“

Neben den Geschäftszahlen haben die Volksbanken auf der Jahrespressekonferenz auch die Ergebnisse einer Unternehmensbefragung veröffentlicht. In der Umfrage hat die Bank die Stimmungen und Meinungen von 200 Unternehmen im Kreisgebiet zu ausgewählten Themen ermittelt. Franz-Josef Konermann, Vorstand der Volksbank Tecklenburger Bank eG, präsentierte die Auswertungen. „Zwar sehen die meisten Betriebe die verschärfte Konkurrenzsituation und die steigenden Materialkosten als größtes Problem im neuen Jahr, doch insgesamt hat sich die Geschäfts- und Ertragslage der befragten Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert.“ Zudem ist der Stimmungs-Index der befragten Unternehmen von 97 auf 110 Punkten gesprungen. Angesichts der deutlichen Verbesserung des Indexes fasste Konermann das Ergebnis der Umfrage zusammen: „Die Stimmung in der Wirtschaft im Kreis ist so gut wie noch nie.“

Von Jan Menge Dienstag, 11. Januar 2011
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