
Grund für den so plötzlichen Ausfall der Strecke vom FMO nach Zürich sowie für die Absage, die ehemalige Air-Berlin-Flugstrecke vom FMO nach London am 31. Oktober zu übernehmen (Wirtschaft aktuell berichtete), war der bisherige Großinvestor von Jetisfaction. Nach Angaben von Geschäftsführer Jones sei der „aufgrund der vergangenen Krise weggebrochen“. Dementsprechend seien keine Gelder mehr geflossen. Jetisfaction hatte den Flugbetrieb daraufhin sofort eingestellt.
Die Fluggesellschaft hatte das dem FMO per E-Mail mitgeteilt. „Es ist sehr ungewöhnlich, per Mail über derartige Streichungen zu informieren“, bemängelte Flughafensprecher Andres Heinemann die Vorgehensweise von Jetisfaction auf Nachfrage von Wirtschaft aktuell. In einem Telefonat bedauerte Jetisfaction-Geschäftsführer Jones das: „Die Kommunikation mit dem FMO hat in den vergangenen Tagen leider etwas gelitten. Allerdings sind wir momentan sehr intensiv damit beschäftigt, den Betrieb neu zu organisieren.“
Und das soll möglichst bald mit einem neuen Investor geschehen. Einen Namen wollte Jones allerdings noch nicht nennen. „Es wird noch einige Wochen dauern, bis ein neues Konzept steht“, räumte er ein. Neben der strukturellen Veränderung könnte es dann auch einen personellen Wechsel geben. Jones schloss daher nicht aus, dass auch seine Position als Geschäftsführer zur Disposition stehen könnte. Anfang November sollen die ersten Gespräche für die Neuorganisation laufen.
Indes will auch der FMO möglichst schnell wieder für einen reibungslosen Flugbetrieb sorgen. Zwar habe der Flughafen nach Angaben von Sprecher Heinemann – wie jeder andere Flughafen auch – auf den Betrieb der Fluggesellschaften keinen direkten Einfluss, dennoch will der Airport nun zeitnah alternativ Kontakt mit anderen Fluggesellschaften aufnehmen. „Die Ziele London und Zürich sollen auf jeden Fall weiterhin auf dem Flugplan stehen. Allerdings wird es jetzt, drei Tage vor Beginn des Winterflugplans, schwierig, schnell Ersatz zu finden“, räumte Heinemann ein.