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Dornseif ist „Familienfreundlicher Arbeitgeber“

Münster-Handorf - Das Dienstleistungsunternehmen Dornseif aus Münster-Handorf hat das Qualitätssiegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ erhalten. Damit ist Dornseif bundesweit das erste Unternehmen, das die Auszeichnung nach der Übernahme des Qualitätssiegels durch die Bertelsmann Stiftung bekommen hat.

Bei der Übergabe des Qualitätssiegels (von links): Georgina Gott und Markus Dornseif (Unternehmensleitung Dornseif) mit Birgit Wintermann und Astrid Laudage von der Bertelsmann Stiftung
Foto: Mike Atig

Das Siegel erhalten Unternehmen, die mit den unterschiedlichen Ideen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für ihre Mitarbeiter realisieren. Es war seit dem Jahr 2008 in einem Landes- und EU-Projekt gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung entwickelt worden. Im Mai 2011 hatte die Stiftung dann die Gesamtverantwortung übernommen, sodass das Zertifizierungsverfahren künftig bundesweit von Betrieben durchlaufen werden kann.

Dornseif ist eines von mehreren Unternehmen in NRW, die sich unlängst auf das Zertifizierungsverfahren eingelassen haben. „Bei Dornseif hat man sich allerdings so bemüht und war so kooperativ, sodass wir mit diesem Unternehmen schnell fertig waren. Im Unternehmen war – trotz der speziellen Anforderungen durch das Saisongeschäft – das Bestreben spürbar, familiäre Belange im Management zu berücksichtigen“, lobt die Auditorin Astrid Laudage.

„Kultur des
Miteinanders"

Entsprechend positiv fiel auch der Prüfbericht aus. Dort heißt es unter anderem: „Unausgesprochen, aber wahrnehmbar, existieren im Unternehmen eine Kultur des Miteinanders, der Partizipation und Wertschätzung.“ Laut Bericht loben auch die Mitarbeiter den Arbeitgeber, der sie aktiv über die Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie informiert. Sie würden jederzeit auf offene Ohren stoßen, wenn sie über Notsituationen im privaten Umfeld oder familiäre Belange sprechen möchten und Hilfestellungen bräuchten, wenn familiäre und berufliche Bedürfnisse schwer in Übereinstimmung zu bringen seien. Zudem hat das Unternehmen das Thema in einem einheitlichen, firmenspezifischen Konzept mit dem Titel „Dreamwork“ für alle Mitarbeiter nachlesbar festgehalten.

Basis der Zertifizierung war auch bei Dornseif unter anderem eine intensive Mitarbeiterbefragung, bei der die Firmenangehörigen anonym ihre Meinung zu Themen wie dem betrieblichen Miteinander, zur Rücksichtnahme auf private Belange und zur Flexibilität von Arbeitszeiten äußern konnten. Dabei haben alle 26 Dornseif–Mitarbeiter die Überzeugung geäußert, dass es ihrem Arbeitgeber wichtig sei, dass sie Beruf und Familie miteinander vereinbaren können. Im Gegenzug seien daher auch alle bereit, bei Engpässen besonderen Einsatz zu zeigen.

Engagement hat sich
 „einfach so" entwickelt

Die Firmenleitung hingegen hält ihr Engagement für die Mitarbeiter für selbstverständlich. „Das hat sich seit der Firmengründung im Jahr 2001 einfach so entwickelt und basierte zunächst nur auf mündlichen Vereinbarungen zwischen Tür und Angel“, berichtet Markus Dornseif. Erst später habe man alles zu Papier gebracht, damit die Vereinbarungen für alle Mitarbeiter jederzeit transparent seien.

So ist es laut Dornreif in seinem Unternehmen selbstverständlich, dass eine alleinerziehende Mitarbeiterin sich spontan um ihren erkrankten Sohn kümmern kann. Die Mitarbeiter stünden vorbehaltlos füreinander ein. „Wir als Unternehmer schaffen nur die Plattform, auf der Dinge wie Beruf und Familie, Gesundheitsmanagement und Fairness sich entwickeln können. Mit Leben füllen das unsere Mitarbeiter“, verdeutlicht Dornseif weiter.

Die Projektverantwortliche der Bertelsmann Stiftung, Birgit Wintermann, richtete im Rahmen der Siegelübergabe dem gesamten Dornseif-Team Grüße und Glückwünsche von Liz Mohn, der stellvertretenden Vorsitzenden der Bertelsmann Stiftung, aus, die das Qualitätssiegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ von Anfang an nach vorne gebracht hat.

Kein abgeschlossenes
Projekt

Gemeinsam mit der Auditorin Laudage überreichte sie das Siegel und den offiziellen Prüfbericht an Markus Dornseif, der sein Unternehmen in zwei Jahren erneut prüfen lassen will. „Das Bemühen um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist kein abgeschlossenes Projekt, sondern ein steter Prozess, an dem man ständig arbeiten muss“, so Wintermann. Mit Blick auf den Unternehmer Dornseif attestierte sie jedoch: „Wir glauben, dass es im Moment nicht wirklich viel gibt, was Sie mit Ihrem Unternehmen besser machen können.“

Laut Bertelsmann-Stiftung sollen noch in diesem Jahr die nächsten Unternehmen im Münsterland das Siegel erhalten. Zudem gebe es aber auch bereits Anfragen aus dem ganzen Bundesgebiet.

Weitere Informationen zum Zertifizierungsverfahren erhält man direkt bei der Bertelsmann Stiftung sowie auf www.familienfreundlicher-arbeitgeber.de.

Freitag, 25. November 2011
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