Wed Nov 22 21:24:41 CET 2017

Merkliste

Lesenswert
Hygiene oberstes Gebot

Egal, ob es die Schweinegrippe ist oder Influenza. Zum Winter ist die Gesundheit der Mitarbeiter eines Unternehmens ein besonders hohes ...  

Genehmigungsverfahren: zu kompliziert und langwierig?

Wer schon einmal einen Genehmigungs- oder Änderungsantrag für eine Anlage gestellt hat, die unter das Bundesimmissionsschutzgesetz ...  

Schutz vor SPAM: Das ist wichtig

SPAM - sie sind nervig und zumeist unerwünscht, sie behindern die Alltagsarbeit in den Unternehmen. Im Jahr können die Spammer damit ...  

Wenn Arbeit krank macht

Im Arbeitsalltag fallen sie zunächst fast nie negativ auf. Im Gegenteil: Sie wirken engagiert, motiviert und auch die eine oder andere ...  

Verjährungsfalle Gewährleistungsbürgschaft

Eigentlich sollte die Gewährleistungsbürgschaft eine sichere Angelegenheit sein. Nach Ansicht von Rechtsanwalt Otto Lieber von der ...  

Zeigen, was man hat – aber wie?

Jeder kennt sie. Kaum einer will sie. Aber viele brauchen sie, denn wirklich alle lassen sich – bewusst oder unbewusst – von ihr ...  

Motivation ohne Incentives – geht das?

Die Motivation ihrer Mitarbeiter liegt vielen Unternehmern am Herzen. Die Frage lautet aber immer wieder: Wie motiviere ich meine ...  

Internet-Werberecht: Das sind die Fallen

Immer mehr Unternehmen nutzen das Internet, um für sich, ihre Produkte und Dienstleistungen zu werben, oder um online Waren zu ...  

Ein schmaler Grat

Stadtlohn - Sie tun es alle, egal, ob Chef oder Angestellter, ob Handwerker oder Bürohengst, ob Millionär oder Ein-Euro-Jobber. Sie ...  

Zwischen den Stühlen

Sie sollen ihren „Laden“ im Griff haben, das Beste aus ihren Mitarbeitern herausholen und somit maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens ...  

Bilanzieren Sie Ihre Kreativität

Die kontinuierliche Verbesserung der unternehmerischen Strukturen, der eigenen Produkte und Dienstleistungen ist für den Erhalt der ...  

Existenzgründung will auch steuerlich gut durchdacht sein

Das Interesse am Thema „Existenzgründung“ ist nach wie vor groß, gute Ideen sind vorhanden. Dass der Weg in die Unternehmerschaft aber ...  

Generationenwechsel aus Nachfolgersicht

Die Sicherung der Unternehmensnachfolge gehört zu den wichtigsten unternehmerischen Herausforderungen. Über die Kernaussagen einer ...  

Verlustausgleich: zwischen Freud und Leid

Ein Unternehmer zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er Initiative ergreift und das Risiko seiner Tätigkeit trägt. Doch wer viel ...  

Vorsicht, Insolvenzfalle

Geht ein Unternehmen in die Insolvenz, erhalten immer häufiger auch Werkunternehmer, die mit dem insolventen Auftraggeber ...  

Tipps für den „Steuerdschungel“

Das deutsche Steuerrecht ändert sich rasant. Aufgrund der zahlreichen Klageverfahren bei Finanzgerichten oder beim Bundesfinanzhof ...  

Chancen in den Niederlanden erkennen und nutzen

Für deutsche Unternehmen gibt es eine Vielzahl guter Gründe, auf dem niederländischen Nachbarmarkt grenzüberschreitend tätig zu werden. ...  

Chaos auf dem Bau: Das muss der Handwerker beachten

Ein Hauptproblem am Bau ist der immer bestehende Zeitdruck. Viel zu häufig versprechen der Architekt oder das Bauplanungsbüro dem ...  

Westfalen AG steigert Gewinn - trotz Preisdruck

Münster - Wolfgang Fritsch-Albert ist zufrieden. Der Vorstandsvorsitzende der Münsteraner Westfalen AG kann sich für das Jahr 2010 über ein Umsatzplus von knapp 19 Prozent des gesamten Konzerns freuen. Obwohl das Familienunternehmen somit einen Umsatz von 1,67 Milliarden Euro und einen Jahresüberschuss von 20,2 Millionen Euro (2009: 19 Millionen) erreicht hat, trübten ein paar Punkte die Stimmung des Unternehmers auf der diesjährigen Bilanzpressekonferenz. „Der Margendruck hat in unseren Geschäftsbereichen zugenommen. Darüber hinaus,“, und das ärgerte Fritsch-Albert besonders, „hat die schlechte Kommunikation der Politik und der Automobilkonzerne die Einführung von E10 vermasselt.“ Deshalb sei die neu geschaffene „E10-Infrastruktur“ bei der Westfalen AG, immerhin 400.000 Euro, bisher kaum genutzt worden.

Wolfgang Fritsch-Albert (Vorstandsvorsitzender; links) und Dr. Carsten Wilken (Finanzvorstand) haben auf der Bilanzpressekonferenz der Westfalen AG aus Münster die Geschäftszahlen für das Jahr 2010 vorgestellt.
Foto: Menge

Fehlende Informationen der Bundesregierung, die „uns die neue Sorte ja aufs Auge gedrückt hat“, und die Aussage eines Pkw-Herstellers, „dass schon die erste E10-Tankfüllung den Motor kaputt mache“, haben aus Sicht von Fritsch-Albert dazu geführt, dass die Verbraucher den neuen Treibstoff bisher nicht akzeptieren. Dabei sieht der Konzernchef in E10 keine Gefahr für das liebste Kind der Deutschen. „Erfahrungen aus dem Ausland sowie Testreihen in Deutschland haben bewiesen, dass der Superkraftstoff mit zehn Prozent Ethanol-Anteil keinem Wagen schadet“, betonte er.

Den zweiten Versuch, E10 zu etablieren, erwartet Fritsch-Albert deshalb in den kommenden Monaten. Dann rechne er mit einer gewachsenen Akzeptanz und hoffe darauf, dass sich die Investitionen in neue E10-Tanks, Zapfanlagen und Co gelohnt haben. Doch der Konzernchef weiß, dass erst „ein deutlicher Preisabstand zum bisherigen Supertreibstoff die Nachfrage der Autofahrer nach E10 erhöhen wird.“ Wie die Preisdifferenz ausfallen wird, vermochte er nicht auszumachen. Der Konzernchef wies aber darauf hin, dass zuletzt die Logistikkosten für E10-Lieferungen so hoch waren, dass sie den Preis deutlich angehoben habe.

Ohnehin sei es gerade der Kosten- und Preisdruck in der Tankstellenbranche, der zu rückläufigen Margen führe. „2010 gab es 237 netzweite Anhebungen der Kraftstoffpreise und anschließend stets abbröckelnde Preise. Das setzt unseren Geschäftsbereich Tankstellen permanent unter Druck“, so Fritsch-Albert und ergänzte: „Zumal unsere eigenen Produkte gleichwertig mit denen der großen Konzerne sind.“ Deshalb müsse sich das Familienunternehmen im Service und Gastronomieangebot von den Mitbewerbern abheben.
Unter anderem wegen der Service-Ausrichtung haben die Westfalen-Tankstellen nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr fünf Prozent mehr Treibstoff verkauft als noch im Vorjahr

Mehr Gaslieferungen

Auch wenn der Westfalen-Konzern einen Großteil seines gesamten Umsatzes mit Tankstellen erzielt, so heißt das noch lange nicht, dass der Konzern mit der Sparte auch das meiste Geld verdient. „Vom Tankstellen-Geschäft alleine können wir nicht leben“, erklärte Fritsch-Albert dazu. Profitabler sei da schon das Geschäft mit Technischen Gasen. Zumal das Gas-Segment nach dem Krisenjahr 2009 auch wieder auf das Vorkrisenniveau geklettert ist. Der Grund für die erhöhten Gasverkäufe ist vor allem die verbesserte wirtschaftliche Lage bei Westfalen-Kunden aus der Automobil-, Stahl-, und Metallindustrie. Zudem beliefern die Münsteraner seit dem vergangenen Jahr nicht nur die Industrie, sondern zusätzlich noch Pharmaunternehmen. Aber auch bei den Technischen Gasen drücke ein zunehmender Wettbewerb und Preisdruck auf die Margen der Westfalen.

Dennoch – angesichts der Vielzahl an Geschäftsfeldern, von der Tankstelle über den Gashandel bis zum Gastronomiegeschäft, stehe die Westfalen AG aus Sicht von Fritsch-Albert wie „ein Gemischtwarenladen stabil auf vielen Beinen“. Und das macht ihn schon zufrieden.
 

Von Jan Menge Mittwoch, 20. Juli 2011
Drucken Versenden Kommentar an Autor Permalink Merken