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Fit für die Niederlande

Isselburg - Ein neues Leader-Projekt soll dabei helfen, auch Isselburger Betriebe fit für den niederländischen Markt zu machen. Das EU-Referat der Kreishandwerkerschaft Borken betreut das Projekt im Auftrag der Leader-Region „Bocholter Aa“, zu der Bocholt, Borken, Isselburg, Rhede und Velen gehören. Der Startschuss fällt im Januar 2010 mit ersten Informationsveranstaltungen. Projektende soll im September des gleichen Jahres sein.

„Für die Stadt Isselburg mit ihrer Grenzlage zu den Niederlanden ist eine solche Maßnahme überaus wichtig“, stellt Klaus Dieter Spaan, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, fest. Könne das Projekt doch dazu beitragen, Arbeitsplätze zu schaffen beziehungsweise zu erhalten. Bei ortsansässigen Unternehmen sei er bei der Vorstellung dieses Vorhabens auf reges Interesse gestoßen.

Hildegard Bongert-Boekhout, die für die Kreishandwerkerschaft das Projekt federführend betreut, sieht auch für kleinere Handwerksbetriebe gute Chancen im Nachbarmarkt. Als ein Beispiel führt sie die in den Niederlanden geplante Steigerung der Energieeffizienz an: „Die Regierung hat dazu ein Konzept vorgelegt. Es mangelt bei unseren Nachbarn aber an Fachbetrieben, die in der Lage sind, die Maßnahmen umzusetzen. Hier bestehen durchaus gute Gelegenheiten für deutsche Unternehmen, die gerade auf diesem Gebiet über einen enormen technischen Vorsprung verfügen.“

In den meisten Fällen sei es Unwissenheit, die hiesige Betriebe daran hindere, sich in Richtung Niederlande zu orientieren. „Besonders kleinere Unternehmen setzen sich damit häufig gar nicht erst auseinander“. Sie wundere sich immer wieder, wie hartnäckig sich selbst längst überholte Vorstellungen über die Wirtschaft im Nachbarland in manchen Köpfen hielten. Das grundsätzliche Interesse an grenzüberschreitenden Geschäften besteht durchaus in einer großen Anzahl von Firmen, wie eine Umfrage der Kreishandwerkerschaft ergeben hat.

Inhalt des Projektes sind eine unternehmensspezifische Beratung im Hinblick auf die Erschließung des niederländischen Marktes und die Teilnahme an einem Qualifizierungsprogramm, das für eine Gruppe von Unternehmen angeboten wird. Eine erste Analyse in den teilnehmenden Unternehmen soll klären, ob und inwieweit sie in der Lage sind, den niederländischen Markt anzugehen. In einem zweiten Schritt werden dann strategische Ziele entwickelt. Das Qualifizierungsprogramm umfasst Workshops zu den Themen Marktvoraussetzungen, juristische Fallstricke, Umsatzsteuer bei grenzüberschreitenden Tätigkeiten, Marketing und Werbung und für Betriebe aus dem Baugewerbe eine Baustellenbesichtigung nebst Kontakt zu Generalbauunternehmen.

Ein wichtiger Punkt ist der angebotene niederländische Sprachkurs und eine eingehende Information über die Mentalität und Geschäftskultur der Nachbarn. Ziel des Projektes ist schließlich auch, dass Unternehmen in die Lage versetzt werden, sich selbstständig ausländische Märkte zu erschließen. „Die Niederlande sind sozusagen das Übungsfeld für den Einstieg in das Exportgeschäft“, sagt Hildegard Bongert-Boekhout.

Unabhängig von dem Leader-Projekt berät das EU-Referat der Kreishandwerkerschaft Borken Unternehmen, die im Ausland Geschäfte machen möchten. Ein Beratungsschwerpunkt besteht hinsichtlich deutsch-niederländischer Geschäftsbeziehungen. Derzeit leitet das EU-Referat das grenzüberschreitende Projekt Inter-Ned-Kompetenznetzwerk NL/NRW.             

Hintergrund:
Seit Beginn der 1990er Jahre fördert die Europäische Union den ländlichen Raum mit dem Leader-Förderprogramm. Leader steht dabei für „Liaison entre actions de d´veloppement de l´economie rurale" (frei übersetzt: Zusammenarbeit von Akteuren zur Entwicklung des ländlichen Raumes). Die Gemeinschaftsinitiative soll den Akteuren Impulse geben und sie dabei unterstützen, Überlegungen über das Potenzial ihres Gebietes in einer längerfristigen Perspektive anzustellen. Im Rahmen der Initiative sollen neuartige integrierte Strategien für eine nachhaltige Entwicklung umgesetzt und neue Herangehensweisen der ländlichen Entwicklung ausprobiert werden. Die Region „Bocholter Aa" ist ein Zusammenschluss der Kommunen Borken, Bocholt, Isselburg, Rhede und Velen. Das Land NRW hat den Raum als eine von elf Regionen ausgewählt, um in den kommenden Jahren bürgernahe Projekte zur Entwicklung des ländlichen Raumes umzusetzen. Die Europäische Union stellt der Region hierfür bis zum Jahr 2013 insgesamt 1,6 Millionen Euro Fördermittel aus dem Leader-Programm zur Verfügung.  Die Kosten für das Projekt zur Qualifizierung einheimischer Betriebe für den niederländischen Markt belaufen sich auf netto 72.000 Euro und werden mit 50 Prozent aus Leader-Mitteln gefördert. Der Rest entfällt auf die beteiligten Kommunen der Region „Bocholter Aa".

Montag, 28. Dezember 2009
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