May 24, 2013

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Vulkanausbruch: FMO stellt Flugbetrieb ein

Münster/Greven/Reykjavik - Der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) hat seinen Betrieb komplett eingestellt. Bis auf weiteres finden keine Starts und Landungen mehr statt. Grund dafür ist der Ausbruch des Gletscher-Vulkans Eyjafjalla in Island. Der Flugverkehr in Nordeuropa ist dadurch derzeit massiv behindert. Der FMO hatte bereits gestern (15. April) Flüge nach London storniert. Seit zwei Uhr heute Nacht sind keine Flieger mehr gestartet. Eine Wiederaufnahme des Flugbetriebes werde frühestens am Freitagmittag erwartet, so der FMO.

Aufgrund des Vulkanausbruchs in Island musste der FMO seinen Flugbetrieb einstellen.
Foto: MEV

Wie die Deutsche Flugsicherung (DFS) mitteilte, sind derzeit auch die Flughäfen Hamburg, Bremen, Hannover, Düsseldorf, Berlin und Köln geschlossen. Die Aschewolke sei über Nacht in Richtung Süden gezogen. Wann sie die Flughäfen in Frankfurt, Stuttgart und München erreicht, ist derzeit noch unklar. Voraussichtlich könnte es dann zu einer vorübergehenden Schließung der Airports im Süden Deutschlands kommen.

Der nach fast 200 Jahren wieder ausgebrochene Vulkan am Eyjafjalla-Gletscher 120 Kilometer östlich von Reykjavik hatte am Mittwoch (14. April) seine Aktivitäten erheblich verstärkt, dreieinhalb Wochen nach dem ersten Ausbruch. Rund 700 Anwohner aus der unmittelbaren Umgebung des Vulkans mussten zum zweiten Mal ihre Häuser verlassen. Die glühendheiße Lava brachte das Eis des gleichnamigen Gletschers zum Schmelzen, der über dem Vulkan liegt. Dampf und Rauch stiegen so kilometerweit in die Höhe und bildeten großen Aschewolken.

Mehrere nordeuropäische Länder haben den Luftraum bereits komplett dichtgemacht. Denn um einwandfrei zu funktionieren, müssen die Triebwerke von Flugzeugen Sauerstoff ansaugen. In den sauerstoffarmen Aschewolken sei das nicht möglich, so der FMO.

Wenn genau der Flugverkehr wieder frei wird, ist derzeit noch unklar. Nach Einschätzung der Meteorologen könnte sich die Asche erst in ein paar Tagen auflösen.

 

Freitag, 16. April 2010
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