
„Ende des dritten oder im Laufe des vierten Quartals soll bekannt gegeben werden, wie es künftig mit den einzelnen Wyeth-Standorten weitergehen soll. Alles andere ist bislang nur Spekulation“, so Wichert. Bis zum vollständigen Eigentumsübergang soll Wyeth weiterhin als eigenständiges Unternehmen agieren.
Beide Arzneimittelhersteller hatten bereits Anfang 2009 eine Fusion bekannt gegeben. Die EU-Kommission hatte dem Vorhaben bereits vor wenigen Tagen zugestimmt. Die Genehmigung steht unter dem Vorbehalt, dass Pfizer mehrere veterinärmedizinische Geschäftsbereiche veräußert. Rund 68 Milliarden Doller will der Branchen-Primus dann für die Übernahme der Wyeth Pharma GmbH zahlen. Für Pfizer ist es bereits der dritte große Coup nach der Übernahme von Warner-Lambert (2000) und Pharmacia (2003).
„Die Fusion liegt im besten Interesse unseres Unternehmens und unserer Aktionäre. Gemeinsam mit Pfizer eröffnen sich neue Möglichkeiten und die Chance, das führende biopharmazeutische Unternehmen und ein Branchenführer in den Bereichen Humanmedizin, Gesundheitsprodukte und Tierarzneimittel zu werden“, sagte Bernard Poussot, Vorstandsvorsitzender, Präsident und CEO von Wyeth. Acht Mitglieder aus dem obersten Führungsteam von Wyeth sollen nach Abschluss der Übernahme wichtige Führungspositionen in der Forschung und Entwicklung sowie dem kaufmännischen Bereich des neuen Unternehmens übernehmen.
Zwischen den beiden Pharmaunternehmen soll ein enger Integrationsplanungsprozess folgen. Mit der Fusion wollen Wyeth und Pfizer vor allem in den Bereichen Impfstoff, Biologika, nicht verschreibungspflichtigen Präparaten sowie Nahrungsergänzungsmitteln für Säuglinge Präsenz zeigen.
Ein Abschlussdatum für die Übernahme ist bislang noch nicht bekannt. Beide Pharmakonzerne gehen jedoch weiterhin davon aus, dass der Zusammenschluss bis Ende des dritten oder im Laufe des vierten Quartals dieses Jahres abgeschlossen sein wird.