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Gute Stimmung beim „Runden Tisch“

Kreis Steinfurt - Trotz Konjunkturkrise ist die Stimmung bei den Unternehmen im Kreis Steinfurt gut. Dennoch ist die Verunsicherung in vielen Bereichen spürbar, so die Auffassung der Gesprächsteilnehmer des ersten „Runden Tisches“ zur wirtschaftlichen Situation im Kreis.

Die Veranstaltung soll künftig monatlich in Zusammenarbeit mit Vetretern der Wirtschaft, Banken und Sparkassen sowie der Arbeitsagentur und der GAB (Gemeinsam für Arbeit und Beschäftigung) stattfinden. „Der Runde Tisch dient dem Informationsaustausch und soll auch Strategien zur Krisenbewältigung entwickeln“, so Kubendorff.

Die verschiedenen Branchen seien unterschiedlich stark betroffen, insbesondere exportorientierte Unternehmen stehen vor einer großen Herausforderung, so die Einschätzung der Gesprächsrunde. Im Ganzen zeige sich aber auch, dass die überwiegend mittelständisch geprägte Wirtschaft im Kreis robust sei: „Viele Unternehmen haben nach wie vor volle Auftragsbücher“, betonte Kubendorff. Die Bereitschaft, zu investieren, bestehe weiterhin. Große Erwartungen setzt Kubendorff vor allem auf das Konjunkturpaket des Bundes. „In den Kreis Steinfurt werden davon rund 58 Millionen Euro fließen“, so der Landrat.
 
„Die Krise hat auch den Arbeitsmarkt erreicht, wobei die Ausgangslage im Kreis mit einer relativ niedrigen Arbeitslosenquote gut ist“, betonte Reinhold Strunck-Erpenstein, Leiter der Arbeitsagentur.

Die Vertreter der Banken und Sparkassen rieten den Unternehmen im Kreis, schnell und flexibel zu reagieren. Wer jetzt auf Kurzarbeit und zusätzliche Qualifizierung der Arbeitnehmer setze, könne möglicherweise den Verlust von Arbeitsplätzen verhindern und wieder schneller Fahrt aufnehmen, wenn die Krise abflaut, so die Experten.

Eine Kreditklemme sei für die mittelständischen Firmen im Kreis Steinfurt derzeit nicht abzusehen. Die Kreditversorgung über die Sparkassen und Volksbanken im Kreis funktioniere weiterhin. Stützungsaktionen für einzelne Banken dürften nach Ansicht der Teilnehmer nicht zu einer Wettbewerbsverzerrung zulasten der regionalen Institute führen.

Mittwoch, 4. Februar 2009
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