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Unternehmer müssen sich in der Krise kritisch unter die Lupe nehmen

Gronau - Welche Chancen ergeben sich aus der Finanzkrise? Das war nur eine von vielen Fragen, die im Mittelpunkt der Veranstaltung „Mission Marketing - Marketinginstrumente in der Krise“ standen, die kürzlich im Wirtschaftszentrum Gronau stattfand.

Ludwig Liesner stellte verschiedene Förderprogramme vor.
Foto: Sarah Brundu

In der dritten Auflage der Vortragsreihe ging es um viele Aspekt der Wirtschaftskrise. Johannes Bischof, Dozent an der Saxion Hogeschool in Enschede, appelierte daran, die Krise nicht überzubewerten. „Natürlich müssen sich die Unternehmen darauf einstellen, gerade in bestimmten Branchen, dennoch gibt es auch Gewinner in der Krise“, so Johannes Bischof. Wichtig sei es dabei sowohl auf die anderen zu schauen, aber auch sein eigenes Unternehmen genau und kritisch unter die Lupe zu nehmen. „Dazu gehört eine Vergangenheits- und Gegenwartsanalyse aber eben auch die Zukunftsaussichten zu untersuchen. Wie wird sich die Branche in Zukunft entwickeln, muss sich die Positionierung meines Unternehmens ändern?", sagte er.

Dem pflichtete Sebastian Franzbach, Geschäftsführer der Firma Beloch & Franzbach Geomarketing, bei, der den Zuhörern konkrete Anregungen zur Positionierung und Differenzierung eines Unternehmens gab. Anhand einiger Beispiele zeigte er verschiedene Positionierunsstrategien erfolgreicher Unternehmen auf und vermittelte, wie etwa Unternehmer herausfinden können, in welchen Bereichen der eigene Betrieb besser ist, als der Wettbewerb. „Dazu gehören etwa Kundenbefragungen und natürlich die Analyse der Wettbewerber hinsichtlich der Strategie, Stärken und Schwächen", so Franzbach. Dazu gehöre es auch, zu wissen, wie man sein Unternehmen stärken und entlasten könne.

Eine einfache Möglichkeit sehen Experten darin, die Hilfe von Förderprogrammen in Anspruch zu nehmen. „Gerade für Unternehmen die nachweislich durch die Wirtschaftskrise in Schwierigkeiten geraten sind, gibt es interessante Darlehen und Zuschüsse für Beratungen", waren sich Ingo Trawinski, Betriebsberater der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken (WFG), und Ludwig Liesner, Wirtschaftsberatung BWL, einig. Sie verwiesen vor allem auf zwei interessante Programme, die Unternehmen für Investitionen in Anspruch nehmen können. Auch sprachen sie ein neues Programm an, dass für den Bereich der Beratungsförderung aufgelegt wurde. „Die so genannte Turnaround-Beratung soll Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden, dazu anregen, externes Wissen ins Unternehmen zu holen", so die beiden Experten, die darauf hinwiesen, dass Unternehmen sich bei der WFG kostenlos beraten lassen können.

Donnerstag, 12. November 2009
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