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Neue Zahlen: Krise ist auch im Münsterland angekommen

Krumme: „Wir sehen aber nicht schwarz"

Coesfeld/Borken - Die Krise scheint bei den Unternehmen im Westmünsterland angekommen zu sein. Das zumindest zeigt die neue Konjunkturerhebung der Sparkasse Westmünsterland. Danach ist das „Konjunkturbarometer Westmünsterland“ von 95 auf 78 Punkte gefallen und liegt damit auf dem Niveau des Umlands. „Wir sehen aber nicht schwarz“, so Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Heinrich-Georg Krumme. Die vorhandenen positiven Signale müssten aber verstärkt werden, damit sich der Wirtschaftsabschwung nicht selbst verstärke.

Der Optimismus in die Zukunft ist derzeit auf dem Sinkflug.
Quelle: Sparkasse Westmünsterland

Die aktuelle Lageeinschätzung der befragten Unternehmen fällt wie im Umland noch überwiegend positiv aus. Jedes vierte Unternehmen bewertet die Situation mit gut, 53 Prozent sind zufrieden. Die negativen Einschätzungen haben erwartungsgemäß zugelegt, auf 23 Prozent. Allerdings sind die Aussichten auf künftige Geschäfte bei 46 Prozent der Unternehmen eingetrübt. Ein wichtiger Grund ist die drastisch gesunkene Nachfrage aus dem Ausland: Fast die Hälfte der Unternehmen rechnet mit einem rückläufigen, ebenso viele mit gleichbleibendem Exportgeschäft.

Viele Unternehmen im Westmünsterland fahren die Investitionen zurück.
Quelle: Sparkasse Westmünsterland

Mehrheitlich fahren die Unternehmen ihre Investitionen am Standort im Westmünsterland zurück. Gut 40 Prozent werden ihre Investitionsausgaben kürzen. Doch es gibt auch einen gegenläufigen Trend: Der Anteil der Betriebe, die höhere Investitionen in 2009 planen, ist von 16 auf 20 Prozent gestiegen.

Diese Entwicklungen wirken sich auch auf den Arbeitsmarkt aus: Fast 38 Prozent der Unternehmen planen, die Zahl der Beschäftigten zu verringern – zugleich sind die Betriebe aber bemüht, Fachkräfte zu halten.

Montag, 23. Februar 2009
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