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Mini-GmbH: trotz „Kinderkrankheiten“ ein Erfolg

Münster - Am 1. November ist das neue GmbH-Recht ein Jahr alt geworden. „Es läuft zwar noch nicht alles rund, aber mit der Reform hat der Gesetzgeber den richtigen Weg beschritten“, stellte Dr. Jochen Grütters, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen, jetzt bei einem Meinungsaustausch mit Richtern, Notaren und Rechtsanwälten in der IHK in Münster fest. Trotz mancher „Kinderkrankheiten“ wertet Grütters die Reform als Erfolg.

Expertenrunde zur Mini-GmbH (von rechts): IHK-Geschäftsführer Dr. Jochen Grütters, Rechtsanwalt und Notar Dr. Rudolf Richard, Richter am Amtsgericht Steinfurt Bernhard Finkenstein und IHK-Referent Bernd Heitmann.
Foto: IHK

Herzstück der Reform war die Einführung der Unternehmergesellschaft, die oft auch als „Mini-GmbH“ bezeichnet wird. Viele Gründer waren in den vergangenen Jahren in die englische Limited ausgewichen, weil sie das hohe Mindestkapital der deutschen GmbH abschreckte. Nicht selten wurden Limited-Gründer jedoch negativ überrascht. So müssen sie Jahresabschlüsse übersetzten und in England einreichen. Wer das versäumt, wird auf der Insel ohne Warnung aus dem Unternehmensregister gelöscht. Die Folge: Die Unternehmer haften persönlich mit ihrem gesamten Vermögen. „Durch die Einführung der Unternehmergesellschaft ist jetzt eine attraktive Alternative zur Limited entstanden“, weiß Grütters.

Das belegen die von der IHK Nord Westfalen erhobenen Zahlen. „Limited-Gründungen spielen in unserem IHK-Bezirk kaum noch eine Rolle. Dagegen erlebt die Unternehmergesellschaft einen Boom. Die Gründungszahlen sind im ersten Jahr schon zehnmal so hoch wie die der Limiteds“, erläuterte Grütters.

Der Trend in Nord-Westfalen spiegelt sich auch auf Landes- und Bundesebene wider. Bundesweit sind fast 20.000 Unternehmergesellschaften im Handelsregister eingetragen, davon allein in Nordrhein-Westfalen über 4.500.

Ein weiteres Anliegen der Reform war es, die Eintragung im Handelsregister schneller und kostengünstiger zu gestalten. Dazu haben Gründer die Möglichkeit, auf eine Art Mustervertrag zurückzugreifen. Nach Einschätzung der Experten birgt die Verwendung dieses Vertrags jedoch einige Risiken. Nicht alle Rechtsfragen seien geklärt. „Der vermeintliche Kostenvorteil bei der Gründung kann später zum Bumerang werden, zum Beispiel wenn die Gesellschaft von mehreren Personen gegründet wird“, fasst Grütters die Meinung der Experten zusammen. Kommt es etwa zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den Gesellschaftern, lasse der Mustervertrag viele Fragen offen. Spätere Änderungen seien mit Kosten verbunden, die man ja eigentlich vermeiden wollte.

Die Unternehmergesellschaften im IHK-Bezirk verteilen sich wie folgt:

Stadt Münster: 82
Kreis Borken: 85
Kreis Coesfeld: 40
Kreis Recklinghausen: 111
Kreis Steinfurt: 105
Kreis Warendorf: 32
Münsterland: 344
Stadt Bottrop: 14
Stadt Gelsenkirchen: 39
Vest: 164

IHK-Bezirk: 508

Donnerstag, 5. November 2009
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