Tue Nov 21 22:12:58 CET 2017

Merkliste

Lesenswert
Hygiene oberstes Gebot

Egal, ob es die Schweinegrippe ist oder Influenza. Zum Winter ist die Gesundheit der Mitarbeiter eines Unternehmens ein besonders hohes ...  

Genehmigungsverfahren: zu kompliziert und langwierig?

Wer schon einmal einen Genehmigungs- oder Änderungsantrag für eine Anlage gestellt hat, die unter das Bundesimmissionsschutzgesetz ...  

Schutz vor SPAM: Das ist wichtig

SPAM - sie sind nervig und zumeist unerwünscht, sie behindern die Alltagsarbeit in den Unternehmen. Im Jahr können die Spammer damit ...  

Wenn Arbeit krank macht

Im Arbeitsalltag fallen sie zunächst fast nie negativ auf. Im Gegenteil: Sie wirken engagiert, motiviert und auch die eine oder andere ...  

Verjährungsfalle Gewährleistungsbürgschaft

Eigentlich sollte die Gewährleistungsbürgschaft eine sichere Angelegenheit sein. Nach Ansicht von Rechtsanwalt Otto Lieber von der ...  

Zeigen, was man hat – aber wie?

Jeder kennt sie. Kaum einer will sie. Aber viele brauchen sie, denn wirklich alle lassen sich – bewusst oder unbewusst – von ihr ...  

Motivation ohne Incentives – geht das?

Die Motivation ihrer Mitarbeiter liegt vielen Unternehmern am Herzen. Die Frage lautet aber immer wieder: Wie motiviere ich meine ...  

Internet-Werberecht: Das sind die Fallen

Immer mehr Unternehmen nutzen das Internet, um für sich, ihre Produkte und Dienstleistungen zu werben, oder um online Waren zu ...  

Ein schmaler Grat

Stadtlohn - Sie tun es alle, egal, ob Chef oder Angestellter, ob Handwerker oder Bürohengst, ob Millionär oder Ein-Euro-Jobber. Sie ...  

Zwischen den Stühlen

Sie sollen ihren „Laden“ im Griff haben, das Beste aus ihren Mitarbeitern herausholen und somit maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens ...  

Bilanzieren Sie Ihre Kreativität

Die kontinuierliche Verbesserung der unternehmerischen Strukturen, der eigenen Produkte und Dienstleistungen ist für den Erhalt der ...  

Existenzgründung will auch steuerlich gut durchdacht sein

Das Interesse am Thema „Existenzgründung“ ist nach wie vor groß, gute Ideen sind vorhanden. Dass der Weg in die Unternehmerschaft aber ...  

Generationenwechsel aus Nachfolgersicht

Die Sicherung der Unternehmensnachfolge gehört zu den wichtigsten unternehmerischen Herausforderungen. Über die Kernaussagen einer ...  

Verlustausgleich: zwischen Freud und Leid

Ein Unternehmer zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er Initiative ergreift und das Risiko seiner Tätigkeit trägt. Doch wer viel ...  

Vorsicht, Insolvenzfalle

Geht ein Unternehmen in die Insolvenz, erhalten immer häufiger auch Werkunternehmer, die mit dem insolventen Auftraggeber ...  

Tipps für den „Steuerdschungel“

Das deutsche Steuerrecht ändert sich rasant. Aufgrund der zahlreichen Klageverfahren bei Finanzgerichten oder beim Bundesfinanzhof ...  

Chancen in den Niederlanden erkennen und nutzen

Für deutsche Unternehmen gibt es eine Vielzahl guter Gründe, auf dem niederländischen Nachbarmarkt grenzüberschreitend tätig zu werden. ...  

Chaos auf dem Bau: Das muss der Handwerker beachten

Ein Hauptproblem am Bau ist der immer bestehende Zeitdruck. Viel zu häufig versprechen der Architekt oder das Bauplanungsbüro dem ...  

70 Stunden Arbeit und effizientes Feiern

Münster - Fünfjährige, die Powerpoint-Kurse besuchen, und Chinesisch lernende Siebenjährige hat Julia Friedrichs getroffen. Auch den knapp 30-jährigen Mario, die Verkörperung der Elite, „makellos, ohne Selbstzweifel und siegessicher“, der die Menschen in Gewinner und Verlierer einteilt. Über diese Begegnungen hat die Journalistin ein Buch geschrieben.

Im Fachhochschulzentrum in Münster las die Autorin nun aus ihrem Buch „Gestatten. Elite. Auf den Spuren der Mächtigen von morgen“. Sie war der Einladung des Fachbereichs Wirtschaft gefolgt, an dem sie auch einen Lehrauftrag zum Thema „Unternehmen und Gesellschaft“ hatte.

Für die Recherche zum Buch hatte sich die Journalistin in die Eliteschmieden begeben: Unternehmen, Universitäten, Akademien, Seminaranbieter, Internate und sogar Kindergärten, die von sich selbst behaupten, zur Elite zu gehören.

Fast wäre Friedrichs selbst Teil dieser Hochglanzwelt geworden, als sie sich, 25-jährig und kurz vor Ende des Studiums, dem „härtesten Auswahlverfahren der Welt“ zu Recherchezwecken stellte. Sie hatte sich bei der weltgrößten Unternehmensberatung McKinsey beworben – und wurde genommen. Friedrichs lehnte ab, entschied sich für den Journalismus. Es war nicht ihre Welt, sie gehörte nicht in diese „Fünf-Sterne-Idylle“. Bei McKinsey war der Begriff „Elite“ immer wieder zu hören.

Auch dem Gegenstück zur „Elite“, dem „Minderleister“, begegnete sie in einem Rhetorikseminar für Führungskräfte. Bloß kein Minderleister werden, hörte sie den Coach sagen. Wenn man nicht mitmache und nicht am Ball bleibe, drohe „EDEKA“, das Ende der Karriere. Für diejenigen „High Potentials“, die das nicht wollen seien Wochenarbeitszeiten von über 70 Stunden keine Seltenheit. „Feiert ihr denn nie?“, hat die Journalistin einen von ihnen gefragt. „Doch, nur effizienter“, bekam sie als Antwort.

„Einfach nur ganz normal, das gibt es seit einigen Jahren nicht mehr“, sagte Friedrichs und meinte damit den spürbaren Trend zur Elitebildung. Die Journalistin sieht insbesondere kritisch, dass die Auswahl, wer zu Elite gehören dürfe, oft nach der Herkunft und nicht nach Leistungskriterien getroffen werde. Auch finde sie es problematisch, Menschen in Gruppen von Gewinnern und Verlierern zu sortieren.

Ob es ein Fortsetzungsbuch geben werde, wurde Friedrichs von einem der Zuhörer gefragt. Sie sei zu sehr Journalistin, um sich nur einem Thema zu widmen. An die Fachhochschule Münster aber wird sie zurückkommen. Die 29-Jährige hat zugesagt, einen weiteren Lehrauftrag am Fachbereich Wirtschaft zu übernehmen.

Julia Friedrichs: Gestatten. Elite. Auf den Spuren der Mächtigen von morgen, 256 Seiten, Verlag Hoffmann und Campe 2008.
ISBN: 978-3-455-50051-6

Donnerstag, 9. Oktober 2008
Drucken Versenden Permalink Merken