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TOP-Ausbildung nimmt Azubis und Unternehmen in die Pflicht

Ahaus - TOP-Ausbildung heißt ein neues Projekt der Gartenbauverbände und der Landwirtschaftskammer NRW, mit dem sich Gartenbaulehrlinge im Ausbildungsbetrieb über die üblichen Grundkenntnisse hinaus qualifizieren können. Dass dabei nicht nur die Lehrlinge, sondern nicht zuletzt auch der Ausbildungsbetrieb in der Pflicht steht, das weiß der Garten- und Landschaftsbauer Klaus Verweyen aus Ahaus aus eigener Erfahrung.

Bei Garten- und Landschaftsbauer Klaus Verweyen bekommen die Azubis eine TOP-Ausbildung.
Privat

Bei der Anerkennung als TOP-Ausbildungsbetrieb steht zunächst die Mitarbeiterstruktur im Vordergrund. Ein ausgewogenes Verhältnis von Auszubildenden, Gesellen und Meistern ist als Personalschlüssel unumgänglich. Hinzu kommen besondere Anforderungen an die Räumlichkeiten.
„Ein TOP-Ausbildungsbetrieb muss dem Auszubildenden auch ein außerordentliches Ausbildungsangebot machen“, betont der Garten- und Landschaftsbaumeister Verweyen.

Zusätzliche Ausbildungseinheiten, wie zum Beispiel die Unterweisung in der Pflanzenkunde gehören ebenso dazu wie die Übernahme der Kosten für
Unterrichts- und Informationsmaterialien während der gesamten Ausbildung.
Auch Auslandspraktika, den Einblick in Fachzeitschriften, Exkursionen und die Teilnahme an Bundes- oder Landesgartenschauen sind Bestandteil der TOP-Ausbildung.

Seit gut einem Jahr bilden Gartenbaubetriebe im Rahmen des TOP-Projektes aus. Die Zertifizierung gilt allerdings nur befristet. Nach fünf Jahren erfolgt eine erneute Überprüfung der Ausbildungsbedingungen. Eine Maßnahme, die offenbar beiden Seiten zugute kommt: „Für den Auszubildenden steigen die Chancen am Arbeitsmarkt und der Vorteil für uns ist die bessere Motivation der Lehrlinge im Arbeitsalltag“, betont der Unternehmer.

Vor allem die Teilnahme an berufsgruppenbezogenen Wettkämpfen wie dem „Biber-Cup“ zeige ihm, was die Azubis zu leisten in der Lage sind. Um Nachwuchskräfte macht sich der Unternehmer keine Sorgen, zwar sei es schwierig, die richtigen Bewerber auszufiltern, aber Vorpraktika und Zeugnisse seien schon ein Selektionsverfahren, das sich im Laufe der Zeit etabliert habe. So ist bei Verweyen ein Arbeitsteam von derzeit insgesamt 15 Mitarbeitern entstanden. Alle Mitarbeiter sind im gehobenen, privaten Gartenlandschaftsbau beschäftigt.

Von Anke Sundermeier Dienstag, 15. Juli 2008
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