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Höchstgrenzen angehoben: Mehr steuerliche Anreize für Spender

Für den Spendenabzug gelten neue steuerliche Rahmenbedingungen rückwirkend zum 1. Januar 2007. Welche Vorteile dies mit sich bringt für Spender und Empfängereinrichtungen, erläutert Dr. Michael Kaufmann, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater von HLB Dr. Schumacher & Partner aus Münster, in Wirtschaft aktuell.

Dr. Michael Kaufmann ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater sowie geschäftsführender Gesellschafter bei HLB Dr. Schumacher & Partner GmbH Münster/Düsseldorf.

Durch das „Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements“, auch bekannt geworden als „Hilfen für Helfer“-Gesetz, werden die steuerlichen Rahmenbedingungen für gemeinnütziges Wirken rückwirkend zum 1. Januar 2007 weiter verbessert. Zu den Kernpunkten des Gesetzes gehört vor allem eine wesentliche Vereinfachung und Ausweitung des steuerlichen Spendenabzugs. Bislang war im Hinblick auf die Höhe des Spendenabzugs zwischen verschiedenen Förderzwecken zu unterscheiden. Zudem gab es eine Großspendenregelung und zwei verschiedene Abzugsbeträge für Spenden an Stiftungen, die zusätzlich zu den allgemeinen Regelungen anzuwenden waren.

Dieses Durcheinander von unterschiedlichen Abzugsmöglichkeiten war selbst für Steuerberater nicht leicht zu durchschauen und wirkte auf potenzielle Spender eher abschreckend. Durch die jüngste Reform ist nunmehr eine durchgreifende Vereinfachung der Abzugsmöglichkeiten erreicht worden.

So sind nun sämtliche förderungsfähigen Zwecke vereinheitlicht worden. Ein neuer, einheitlicher Katalog der gemeinnützigen und spendenbegünstigten Zwecke wurde gesetzlich festgeschrieben. Es entfällt somit die umständliche buchhalterische Trennung zwischen Spendengeldern mit unterschiedlichen Abzugsgrenzen. Weder der Kreis der gemeinnützigen Zwecke noch der Kreis der spendenbegünstigten Zwecke wird durch diese Neuregelung eingeschränkt.
Ferner sind die steuerlichen Anreize für finanzielle Zuwendungen an gemeinnützige Einrichtungen deutlich verbessert worden.

Die bisherigen Abzugsmöglichkeiten werden im Prinzip verdoppelt. So sind die bisher geltenden Höchstgrenzen für alle Förderzwecke auf einheitlich 20 Prozent des Gesamtbetrages der Einkünfte angehoben worden; gleichzeitig ist auch die alternative Höchstgrenze von 0,2 Prozent auf 0,4 Prozent der Löhne und Umsätze verdoppelt worden. Eine zusätzliche Anreizwirkung geht auch von dem zeitlich unbeschränkten Spendenvortrag aus, der an die Stelle der bisherigen Großspendenregelung getreten ist.

Für alle Zuwendungen gilt nunmehr ein unbeschränkter Spendenvortrag. Dies bedeutet, dass Zuwendungen in späteren Jahren noch als Sonderausgaben abziehbar sind, wenn die vorgenannten Höchstgrenzen überschritten wurden.
Damit ist gewährleistet, dass auch Großspenden vollständig berücksichtigt werden.

Auch für Stifter gelten neue Höchstgrenzen. Stifter sind im Gegensatz zu „normalen“ Spendern von den steuerlichen Höchstgrenzen für Spenden stärker betroffen, da sie nicht nur einen Teil ihres laufenden Einkommens, sondern erhebliche Vermögenswerte auf einmal zuwenden. Vor diesem Hintergrund hat der Gesetzgeber für Stifter eine Sonderregelung geschaffen und Vermögensdotationen an Stiftungen besonders begünstigt. So können Spenden in das Grundstockvermögen einer Stiftung auf Antrag des Steuerpflichtigen im Jahr der Zuwendung und in den folgenden neun Jahren bis zu einem Gesamtbetrag von einer Million Euro abgezogen werden. Dies gilt auch für Zustiftungen an bereits bestehende Stiftungen. Durch diese Neuregelung soll sowohl die Anzahl neuer Stiftungen erhöht als auch die Kapitalausstattung bestehender Stiftungen gestärkt werden. Es soll erleichtert werden, erhebliche Vermögenswerte auf einmal zugunsten gemeinnütziger Zwecke zu übertragen.

Dr. Michael Kaufmann

Neuerungen des Spendenrechts:

  • Vereinheitlichung der förderungswürdigen Zwecke
  • Anhebung der Höchstgrenzen für den Spendenabzug
  • Zeitlich unbeschränkter Spendenvortrag
  • Eine Million Euro Höchstbetrag bei Stiftungen

Dienstag, 15. Juli 2008
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