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Borken - Schnelle Verbindungen, eine bunte Internetwelt und durchlöcherte Sicherheitssysteme machen es für Hacker zunehmend einfacher, sich in Netzwerksysteme von Betrieben einzuklinken.

Doch dass gerade im internen Firmennetz große Sicherheitslücken klaffen, wissen viele Unternehmer nicht. Wie man sich vor dieser Datenpiraterie schützen kann, war Thema der Veranstaltung „Unternehmenseinbrüche des 21. Jahrhunderts“ im Sportschloss Velen durch die Andreas Brill vom Lanfer Systemhaus aus Borken-Weseke und Andre Hüttemann, Euregio System in Bocholt, rund 70 Gäste führten.

„Man muss sich Gedanken machen, bevor das Kind in den Brunnen fällt“, forderte Brill im Hinblick auf die Sicherheit eines Unternehmens. Mark Semmler, ehemaliger Profi-Hacker und nun IT-Sicherheitsberater, zeigte anhand von „Live-Hackings“, welche Schwierigkeiten sich im weltweiten Netz verbergen. „Vielen Unternehmern fehlt das Fachwissen, die Gefahren zu identifizieren. Sie erkennen die Komplexität eines Sicherheitssystems nicht“, erklärte Semmler. Was heute zu einem zentralen Thema in puncto Internetsicherheit geworden ist, war früher weniger relevant. „Das Internet war ursprünglich ein reines Forschungsnetz“, weiß Semmler. Getreu dem Motto „Freiheit für die Daten“ vertrauten User sich untereinander. Die Folge: Sicherheit spielte kaum eine Rolle. „Nun tummeln sich aber Millionen Menschen im Netz“. Stetig neue Angriffsmethoden, unsichere Websites und uneingeschränkter Zugriff auf Benutzerdaten zählen heute laut Semmler zu den Problemen. Datenoutsourcing, also die Übergabe der Datensicherheit eines Unternehmens an Fachmänner, sei eine Möglichkeit, dem entgegen zu wirken.

Auch ein stets aktuelles, strukturiertes Sicherheitssystem reicht allein nicht aus und vorhandene Firewalls sind oft nicht in der Lage, vor allen Gefahren aus dem Internet zu schützen. Denn neben der Absicherung der Informationstechnik und der Ausfilterung des E-Mail-Verkehrs nach Spam-Mails, spielt auch das Verhalten der Mitarbeiter eine signifikante Rolle. Der Experte warnte davor, beispielsweise private Daten am Arbeitsplatz zu nutzen. „Problematisch wird es, wenn beispielsweise illegales Material auf dem Server gefunden wird und der Mitarbeiter von der Existenz wusste oder unwissend Viren über private Dateien, die beispielsweise auf USB-Sticks gespeichert sind, auf das System – wenn auch unbeabsichtigt – geleitet werden“, so Semmler. Er forderte dazu auf, bei Fund von strafrechtlichem Material sofort zu handeln. Dietmar Helmich, Geschäftsführer der Helmich EDV-System GmbH, weiß um die Problematik: „Rund 80 Prozent aller Virenangriffe kommen von innen. Sie gehen also vom internen Netzwerk eines Betriebes aus“. Die Mitarbeitersensibilisierung reiht sich somit in die Kette der zu treffenden Sicherheitsvorkehrungen ein. „Eine Benutzerordnung, die zuvor gemeinsam mit dem Betriebsrat aufgestellt wurde, kann Abhilfe schaffen“, erläutert der IT-Fachmann. Die führt unter anderem auf, dass Mitarbeiter mit der Abzeichnung bestätigen, den Zugang zum Netz am Arbeitsplatz nicht für private Zwecke zu nutzen. Zudem klärt sie über mögliche Gefahren von internen Virenangriffen auf. Die Mitarbeiter erhalten nachfolgend Zutritt zu geschlossenen Benutzergruppen, die elektronische Daten der Firma nur für einen bestimmten Kreis an Nutzern zugänglich machen. „Ähnlich dem Sicherheitssystem einer Burg bildet die Firma damit eine innere Mauer, um sich vor Viren- und Hackerangriffen zu schützen“, so Semmler.

Die IT-Sicherheit bleibt ein komplexes Thema, denn Gefahren können nicht nur aus dem Internet, sondern vor allem auch aus den eigenen Reihen eines Betriebes hervorgehen.

Von Anja Wittenberg Dienstag, 14. Oktober 2008
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