May 22, 2013

Merkliste

Lesenswert
Hygiene oberstes Gebot

Egal, ob es die Schweinegrippe ist oder Influenza. Zum Winter ist die Gesundheit der Mitarbeiter eines Unternehmens ein besonders hohes ...  

Genehmigungsverfahren: zu kompliziert und langwierig?

Wer schon einmal einen Genehmigungs- oder Änderungsantrag für eine Anlage gestellt hat, die unter das Bundesimmissionsschutzgesetz ...  

Schutz vor SPAM: Das ist wichtig

SPAM - sie sind nervig und zumeist unerwünscht, sie behindern die Alltagsarbeit in den Unternehmen. Im Jahr können die Spammer damit ...  

Wenn Arbeit krank macht

Im Arbeitsalltag fallen sie zunächst fast nie negativ auf. Im Gegenteil: Sie wirken engagiert, motiviert und auch die eine oder andere ...  

Verjährungsfalle Gewährleistungsbürgschaft

Eigentlich sollte die Gewährleistungsbürgschaft eine sichere Angelegenheit sein. Nach Ansicht von Rechtsanwalt Otto Lieber von der ...  

Zeigen, was man hat – aber wie?

Jeder kennt sie. Kaum einer will sie. Aber viele brauchen sie, denn wirklich alle lassen sich – bewusst oder unbewusst – von ihr ...  

Motivation ohne Incentives – geht das?

Die Motivation ihrer Mitarbeiter liegt vielen Unternehmern am Herzen. Die Frage lautet aber immer wieder: Wie motiviere ich meine ...  

Internet-Werberecht: Das sind die Fallen

Immer mehr Unternehmen nutzen das Internet, um für sich, ihre Produkte und Dienstleistungen zu werben, oder um online Waren zu ...  

Ein schmaler Grat

Stadtlohn - Sie tun es alle, egal, ob Chef oder Angestellter, ob Handwerker oder Bürohengst, ob Millionär oder Ein-Euro-Jobber. Sie ...  

Zwischen den Stühlen

Sie sollen ihren „Laden“ im Griff haben, das Beste aus ihren Mitarbeitern herausholen und somit maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens ...  

Bilanzieren Sie Ihre Kreativität

Die kontinuierliche Verbesserung der unternehmerischen Strukturen, der eigenen Produkte und Dienstleistungen ist für den Erhalt der ...  

Existenzgründung will auch steuerlich gut durchdacht sein

Das Interesse am Thema „Existenzgründung“ ist nach wie vor groß, gute Ideen sind vorhanden. Dass der Weg in die Unternehmerschaft aber ...  

Generationenwechsel aus Nachfolgersicht

Die Sicherung der Unternehmensnachfolge gehört zu den wichtigsten unternehmerischen Herausforderungen. Über die Kernaussagen einer ...  

Verlustausgleich: zwischen Freud und Leid

Ein Unternehmer zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er Initiative ergreift und das Risiko seiner Tätigkeit trägt. Doch wer viel ...  

Vorsicht, Insolvenzfalle

Geht ein Unternehmen in die Insolvenz, erhalten immer häufiger auch Werkunternehmer, die mit dem insolventen Auftraggeber ...  

Tipps für den „Steuerdschungel“

Das deutsche Steuerrecht ändert sich rasant. Aufgrund der zahlreichen Klageverfahren bei Finanzgerichten oder beim Bundesfinanzhof ...  

Chancen in den Niederlanden erkennen und nutzen

Für deutsche Unternehmen gibt es eine Vielzahl guter Gründe, auf dem niederländischen Nachbarmarkt grenzüberschreitend tätig zu werden. ...  

Chaos auf dem Bau: Das muss der Handwerker beachten

Ein Hauptproblem am Bau ist der immer bestehende Zeitdruck. Viel zu häufig versprechen der Architekt oder das Bauplanungsbüro dem ...  

Wirtschaft aktuell zum Online-Blättern

Wirtschaft aktuell baut eine weitere Brücke zwischen den Printausgaben und dem Nachrichtenportal. Von nun an können Sie auch virtuell ein aktuelles Printmagazin durchblättern.

Zur virtuellen Ausgabe  

Landrat Kethorn zieht Halbzeitbilanz

Nordhorn - Landrat Friedrich Kethorns Amtszeit ist zur Hälfte vorbei. Aus diesem Anlass hat er zur Pressekonferenz eingeladen. Um Bilanz zu ziehen. Vor allem aber, um in die Zukunft zu blicken. Dass die Geschicke der Grafschaft für Kethorn eine Herzensangelegenheit sind, ist unverkennbar. Für den Landrat ist die Grafschaft natürlich Arbeit, vor allem aber Heimat. Zur Halbzeit-Bilanz hat er deshalb auch nicht in die Kreisverwaltung eingeladen, sondern auf seinem Hof am Kohdiek. Am Teich, wo das umgebaute Backhaus steht, spricht er bei Kaffee, Kuchen und Himbeeren, die er die im eigenen Garten gepflückt hat, über seine Pläne und Ideen.

„Es war bis jetzt eine sehr erfolgreiche Zeit“, blickt Kethorn auf die vergangenen vier Jahre zurück. „Ich habe das alles nicht allein geschafft“, betont er und verweist auf eine hervorragende Arbeit in einer engagierten, kompetenten und motivierten Verwaltung, die vertrauensvoll mit der Politik zusammenarbeitet. Ebenso gut und wichtig sei die Zusammenarbeit mit Kommunen, Bürgern, Unternehmen und Einrichtungen. „Die Grafschafter können stolz auf das Erreichte sein“, das erwähnte Kethorn allzu gern. Stolz war der Landrat auch darauf, dass aus den finanziellen Defiziten, die es zu Beginn seiner Amtszeit gegeben hat, mittlerweile Überschüsse geworden sind. Zehn Millionen Euro hat der Landkreis derzeit auf der hohen Kante. „Wir haben uns auf das Machbare konzentriert, sonst hätten wir das nicht geschafft“, verrät Kethorn und schmiedet für die Überschüsse schon fleißig Pläne. Denn das Geld soll natürlich in die Grafschaft zurückfließen.

In der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt sieht der Landrat gute Voraussetzungen. „Wir müssen nur das Richtige tun“, weiß er. Auf seiner Agenda stehen viele Punkte. Ein ganz wichtiger ist die Tourismus-Region Grafschaft. Eines der Ziele Kethorns: Der „Fahrradfreundlichste Landkreis“ und die „Fahrradfreundliche Kommune Emlichheim“ sollen noch intensiver als solche beworben werden. „Wir überlegen, eine Art Kompetenzzentrum Radverkehr aufzubauen“, informiert der Landrat.

Ein ganz besonderes Anliegen ist ihm auch der Aufbau des vor zwei Wochen eingeweihten evangelischen Gymnasiums in Nordhorn. „Es wird eine Bereicherung sein“, ist Kethorn überzeugt. „Bildung ist sicherlich der Schlüssel zum Erfolg und Kinder haben den Anspruch auf eine gute Schule.“ Als Herausforderung für die Wirtschaft sieht Kethorn die Einführung des Abiturs nach zwölf Jahren in 2011. Er erwartet einen Ausbildungsengpass. Das Problem möchte der Landrat frühzeitig angehen. „Es kommt auf uns zu und wir müssen uns damit auseinandersetzen“, fordert er.

Die Fusion der Grafschafter Klinik und des Marienkrankenhauses zur Euregio-Klinik sieht Kethorn sehr positiv: „Wir haben eine der wesentlichen Voraussetzungen für die nächsten 30 bis 40 Jahre geschaffen!“ Mit der Fusion sei es aber noch nicht getan. „Wir gehen davon aus, dass wir weitere Kooperationen eingehen müssen“, erklärt der Landrat.

Für die zweite Hälfte seiner Amtszeit möchte der gebürtige Grafschafter den Dialog mit Bürgern, Verbänden und Einrichtungen intensivieren. Die Aktion „Landrat vor Ort“ will er daher 2008 wiederholen – „um zu hören, was los ist und um die angebliche Kluft zwischen Politik und Bürgern zu überbrücken“.

Nicht nur für die kommenden vier Jahre, bis zum Ende seiner Amtszeit. Kethorn plant auch darüber hinaus. Man müsse nicht nur an das Wohl der eigenen Generation denken, sondern auch derjenigen, die noch kommen. Deshalb betont er mit großer Freude: „Wenn man ein echter Grafschafter ist, hat man Interesse daran, die Grafschaft mit zu gestalten. Und auch wenn ich 57 bin – ich habe Lust auf Zukunft!“

Info: Landrat Friedrich Kethorns Ziele für die zweite Hälfte seiner Amtszeit.

Wirtschaft/Arbeitsmarkt:
- Nutzung der kreiseigenen Wirtschaftförderungsinstrumente (KMU, GGB, GBT, Europark Coevorden-Emlichheim)
- Auswertung und Umsetzung der Unternehmensbefragung
- Gewerbeflächenentwicklungskonzept
- Maßnahmen über das LEADER-Projekt 2007-2013 (2 Millionen Euro)
- Zusammenarbeit in der Wachstumsregion Ems-Achse: Gewinnung von Azubis und Fachkräften, Profilbildung, Wissenstransfer und Ausnutzung von Netzwerkeffekten
- Verkehrsinfrastrukturprojekte: Trimodaler Umschlagplatz Euroterminal II, Lückenschluss Mittellandkanal/Twentekanal, Ausbau West-Ost-Verbindung
- Breitbandförderung
- Tourismusregion Grafschaft: Ferienpark Gut Langen, Ferienpark Itterbeck, Kanalvision, intensivere Werbekampagne „Fahrradfreundlichster Landkreis“ – „Fahrradfreundliche Kommune Emlichheim“
- Qualifizierung älterer Personen: 50plus an Ems und Vechte – Zukunft braucht Erfahrung

Bildung, Schule, Familie:
- Aufbau des evangelischen Gymnasiums
- Investitionskonzept für kreiseigene Schulen
- Patenschaften Schule/Wirtschaft
- Zusammenarbeit mit Hochschulen – Standort in der Grafschaft
- Abschaffung BGJ in 2009
- Abitur nach zwölf Jahren – ab 2011 (Ausbildungsengpass?)
- Senkung der Quote ohne Hauptschulabschluss
- Nächste Stufe der Zertifizierung auditberufundfamilie in 2009
- Umsetzung TAG / Aufbau eines nachfrageorientierten Krippenplatzangebotes
- Familienbegleitbuch ab 2009
- Weitere Stärkung der Familen-Service-Büros

Gesundheitswesen:
- Operative Umsetzung der fusionierten Krankenhäuser Grafschafter Klinik und Marienkrankenhaus zur Euregio-Klinik
- Weitere Kooperationen mit benachbarten Kliniken
- Sicherstellung des ländlichen Raumes mit niedergelassenen Allgemeinmedizinern

Dialog mit Bürgern, Verbänden, Einrichtungen:
- Fortführung der Aktion „Landrat vor Ort“
- Fachdialog mit Wirtschaft, Handwerk, Sozialverbänden, Sport usw.

Dienstag, 12. August 2008
Drucken Versenden Permalink Merken