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Münster – Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen halten sich die Auswirkungen von Finanzmarktkrise und nachlassender Weltkonjunktur auf die nord-westfälische Wirtschaft bislang noch in Grenzen. Nach Berechnungen der IHK hat der Außenhandel der Industriebetriebe im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region in den ersten drei Quartalen 2008 sogar zugelegt.

Der Anstieg der Auslandsumsätze von 12,4 auf 13,6 Milliarden Euro entspricht einem Wachstum von knapp zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch beim Gesamtumsatz legte die Industrie im Vergleich der drei Quartal um 8,2 Prozent auf 33,6 Milliarden Euro zu. „Für einen starken Einbruch der Industrieproduktion, wie ihn das Statistische Bundesamt jüngst für den Bund ausgewiesen hat, gibt es in Nord-Westfalen derzeit noch keine statistisch fassbaren Anhaltspunkte“, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Karl-Friedrich Schulte-Uebbing. „Wir gehen aber davon aus, dass die konjunkturelle Abkühlung in den nächsten Monaten auch in unserer Region stärker spürbar wird“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer. Der Nachfragerückgang werde sich dann auch deutlicher in den offiziellen Zahlen zeigen. Über das gesamte Jahr 2008 erwartet die IHK nach wie vor ein Wachstum von unter zwei Prozent, für das Jahr 2009 bestehe laut Pressemitteilung unverändert Hoffnung auf ein Nullwachstum.
 

Freitag, 14. November 2008
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