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„Blogger unbedingt ernst nehmen“

Münster - „Das Internet erlebt derzeit seinen bislang grundlegendsten Wandel – und der geht nicht nur IT-Unternehmen etwas an“, betonte die Vorstandssprecherin des IT-Forums Nord Westfalen, Cornelia Gaebert, gleich zu Beginn der Veranstaltung „Wandel im Web 2.0“. Das Unternehmernetzwerk hatte zusammen mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen nach Münster eingeladen, um Unternehmen über die Veränderungen im Internet und deren Folgen für die Kommunikation und das Marketing der Unternehmen zu informieren.

Auch Mittelständler sollten die Möglichkeiten im Web 2.0 nutzen, empfahlen die Indal-Geschäftsführer Cornelia Gaebert (Sprecherin des IT-Forums) und Jörg Friedrich (vorne) sowie Dr. Christoph Asmacher, stellvertretender IHK-Geschäftsführer, Prof. Gottfried Vossen von der Uni Münster und Thomas Knüwer vom Handelsblatt (von links).

Der Weg führt von einem Leseweb zu einem Lese- und Schreibe-Web“, erklärte Professor Gottfried Vossen vom Institut für Wirtschaftsinformatik an der Universität Münster. Nutzer stellen eigene Informationen ins Netz, statt nur Daten herauszuziehen. „Das Web wird von der Präsentations- zur Kommunikationsplattform“. Vossen demonstrierte, wie das funktioniert und was die neuen Technologien leisten.

„Mashups“ zum Beispiel, „die sich jeder selber bauen kann, ohne Programmierkenntnisse“: Diese „Mashups“ ermöglichen unter anderem eine personalisierte Webseite, die ihre Informationen wie Wetter, Nachrichten oder Börsendaten aus verschiedensten Quellen mischt. Kommuniziert wird per „Twitter“, einem Miniblog, der den Austausch mit einer Gruppe sogar per Handy erlaubt. Ebenfalls ein Trend: Anwendungen wie Schreibprogramme oder Tabellenkalkulationen wandern vom eigenen Computer ins Internet, wo sie über Browser aufgerufen werden. „Selbst Rechenleistung lässt sich vorübergehend im Internet mieten“, berichtete Vossen. Auf diese Weise werde beispielsweise auch die notwendige IT-Ausstattung zur Gründung eines Unternehmens deutlich preiswerter.

Warum all diese Möglichkeiten des Webs 2.0 für die Kommunikation der Unternehmen interessant sind, erklärte Thomas Knüwer unter anderem am Beispiel der so genannten Blogs. „Machen Sie sich auf, schauen Sie sich die Szene an, es lohnt sich“, ermunterte er seine Zuhörer. Die Szene, die er meint, das sind die Blogger, zu denen der Reporter des Handelsblatts selbst gehört. Sein digitales Journal „Indiskretion Ehrensache“ zählt mit monatlich 80.000 Lesern zu den am meisten besuchten Blogs in Deutschland. Und weil das, was ein Autor in einem elektronischen Tagebuch verfasst, von seinen Lesern in Windeseile um den Globus verbreitet werden kann, bleibt nichts mehr geheim – die neue Technik zu ignorieren sei also unmöglich - ja geradezu gefährlich, folgert Knüwer.

Wer aber Blogs für sich nutzen möchte, tritt leicht ins Fettnäpfchen. Manipulationsversuche von Unternehmen, die auf kritische Einträge über ein Produkt mit Unmengen positiver Kommentare reagierten, wurden rasch entlarvt. Die Szene müsse also unbedingt ernst genommen werden, erläuterte der Journalist anhand eindrucksvoller Beispiel. Also: „Ruft ein Blogger Ihre Pressestelle an, behandeln Sie ihn wie einen Journalisten“, empfahl Knüwer und hatte noch Tipps parat, wie Firmen aktiv Blogs nutzen.

Opel zum Beispiel stellte vier Autoren einen neuen Astra zur Verfügung. Einzige Bedingung: Sie sollten darüber in ihren Blogs schrei-ben. „Keiner von ihnen hat den Wagen verrissen, dafür wurden mit geringem Aufwand hunderttausende Menschen erreicht.“ Frosta Tiefkühlkost legte einen eigenen Blog auf, in dem die Angestellten über ihre Arbeit schreiben. „Bis zu 3.000 Leser täglich, vor allem Kunden, geben mittlerweile ein Feedback zu den Produkten“, berichtete Knüwer. Günstiger könne Marktforschung nicht sein.

Freitag, 25. April 2008
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