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Kreis Borken - Die Ansprüche an die Arbeitsleistung sind durchschnittlich gestiegen. Das gilt für die Qualität, die Quantität und die eingebrachte Zeit der Mitarbeiter. Für die Betroffenen sind das in aller Regel so genannte Stressoren, die zu psychischen Belastungen führen. Das DRK-Bildungswerk für den Kreis Borken veranstaltet daher ab dem 27. Oktober in Borken ein überreigionales Anti-Stress-Programm.

In einer Mitteilung des Bildungswerks heißt es, dass Stress negative Auswirkungen auf die Psyche haben kann und das könne sich langfristig auch negativ auf die Gesundheit an sich auswirken. Psychische Störungen sind mittlerweile eine der wichtigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit.

Hinzu kommt, dass durch eine negative Einschätzung der eigenen Situation im Gehirn Blockaden entstehen, die eine angemessene Bearbeitung der anstehenden Aufgaben behindern. Einsatzbereitschaft, Kreativität und Output des gestressten Menschen tendieren gegen Null. Er denkt problemorientiert und nicht lösungs- oder zielorientiert. So setzt er einen Negativ-Kreislauf in Gang, aus dem ihm ein Ausscheren selten gelingt.

Für jedes Unternehmen ergeben sich daraus erhebliche Effektivitätsverluste. Laut einer Gallup-Studie sind nur 16 von 100 Personen in einem Unternehmen aktiv engagiert. 69 Personen betrachten ihre tägliche Arbeit lediglich als Pflichterfüllung. Sie haben praktisch schon innerlich gekündigt. 15 Personen arbeiten sogar aktiv gegen das Unternehmen. Auf diese Weise verlieren Firmen Millionen Euro pro Jahr. Als Ursache nennen die betroffenen Personen nicht selten die mangelnde Einbindung in Veränderungsprozesse des Unternehmens (zum Beispiel Umstrukturierungsmaßnahmen) und die daraus mangelnde Planbarkeit ihrer Zukunft. Aber auch Stress ist ein Auslöser für Motivationsrückgang.

Das DRK-Bildungswerk im Kreis Borken veranstaltet daher ab Montag, dem 27. Oktober, an fünf Tagen eine Weiterbildung zum „Stresscoach“. Sie wendet sich an Mitarbeiter und Führungskräfte, die wirksame Methoden zur Stressprophylaxe kennenlernen wollen. Am Ende der Weiterbildung sind die Teilnehmer in der Lage, nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Mitarbeiter effektiv bei der Stressreduktion zu unterstützen, so das DRK in einer Pressemitteilung.

Für Nachfragen und Anmeldungen können sich Interessierte an das DRK-Bildungswerk, Telefon 02861/8029-200, wenden oder unter www.drk-bildungswerk.de weitere Infos finden.

Dienstag, 14. Oktober 2008
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